24.09.2016

BLUTIGE KNIE - Wanne voller Geld [Video]

facebook.com/blutigeknie

STUCK IN TRAFFIC - Midnight Show [Review]

Etwas verwirrendes Cover, da der Bandname dort keinerlei Erwähnung findet und ich somit zunächst dachte, ich hätte es mit der Band MIDNIGHT SHOW zu tun. Egal. Was am Artwork deutlich wird: Es handelt sich um... Rock! Die ersten Töne... aha. Solide und sehr coole Gitarrenarbeit und ein sehr guter, angenehm angerauhter Gesang. Wenn dann allerdings im Waschzettel derartige Umschreibungen gebracht werden wie "...Ein Schneepflug, der mit 150 Sachen durch einen Autobahnstau brettert...", so muss ich doch dezent widersprechen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Den echt geil arrangierten und gespielten Songs fehlt leider oft ein minimaler Tick auf das Gaspedal. Das fällt schon direkt beim Opener auf. Aber unterm Strich bleibt dennoch ein gradliniges Rockalbum mit teilweise Ohrwurmqualitäten. Auch in balladesken Gefilden sind STUCK IN TRAFFIC sicher. Hier tut sich mal wieder insbesondere der Sänger hervor. Ein wenig mehr Wumms auf die Drums beim Abmischen (hört mal bei DANKO JONES rein) und einen minimalen Hauch flotter bei dem einen oder anderen Song und das nächste Album wird ein Kracher. So bleibt aber immer noch eine fette Empfehlung, sofern man über diese minimalen Mängel hinwegsehen kann. (commaaaander)

CD // FNR // stuck-in-traffic.ch

23.09.2016

Doctor Strange: Der Preis der Magie [Review]

Demnächst gibt der von Benedict Cumberbatch verkörperte Magier Doctor Strange sein MCU-Debüt und jeder, der schon im Kino den Trailer sehen durfte, weiß, dass da mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ein ziemlicher Kracher auf uns zukommt. Passend dazu haut Panini natürlich auch wieder ein paar neue Comics raus und neben einem Heft, welches die offizielle Vorgeschichte zum Film erzählt, sowie zweier Sonderbände mit abgeschlossenen Storys, startet nun zusätzlich auch noch die neue Serie, deren erste Nummer mir hier vorliegt. Und was soll ich sagen? Ich bin hin und weg! Da dies tatsächlich mein allererster Doctor-Strange-Solo-Comic ist und ich diese Figur bislang nur als Teil der Avengers, aus dem einen oder anderen Event, durch diverse Gastauftritte in anderen Reihen, sowie aus dem Animationsfilm kannte, hatte ich tatsächlich keine wirkliche Erwartungshaltung, sondern wollte mich einfach mal überraschen lassen. Und das hat sich wirklich gelohnt. Die Origin wird anfangs nochmal kurz zusammengefasst und für alles weitere gibt es dann die neue Nebenfigur Zelma Stanton, die das Sanctom Sanctorum, sowie das strange Leben des Doctors stellvertretend für die geneigten Neuleser erkundet. Diese Art und Weise der Einführung hat ja schon bei einem gewissen anderen Doctor, den ich sehr mag, stets wunderbar funktioniert und auch hier ist dieses Stilmittel wirklich die perfekte Wahl. Man lernt also viel über die Titelfigur, sowie über die Welt der Magie, hat aber dennoch zu keiner Sekunde das Gefühl, Autor Jason Aaron würde die Erstausgabe lediglich zum seichten Vorgeplänkel nutzen. Die (vermeintlichen) Hauptantagonisten der Serie, die durch die Dimensionen reisen und Jagd auf Magier machen, treten hier relativ früh auf den Plan und versprechen, auch wenn man ihre Hintergründe noch nicht kennt, eine weiterhin spannende Story. Das Ganze ist zudem echt witzig, knallbunt und Chris Bachalos Zeichnungen sind, speziell, wenn es um die Darstellung übernatürlicher Dinge geht, wirklich fantastisch. Wer John Constantine, die Justice League Dark, sowie die Ghostbusters mag, sollte hier definitiv mal einen Blick riskieren. Es lohnt sich! (elfo)

124 Seiten, Softcover // 14,99 € // Panini // paninicomics.de

Über - Das letzte Aufgebot: Band 1 [Review]

Die Nazis schicken zum Ende des zweiten Weltkrieges sogenannte "Panzermenschen", künstlich, genetisch modifizierte Übermenschen ins Rennen, um das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden. In Zeiten, in denen popkulturelle Medien gerne mit Nazi-Krams aufgepimpt werden, hatte ich zunächst wenig Berührungsängste mit "Über", geschieht dieses in den meisten Fällen doch auf eine höchst trashige und unterhaltsame Art und Weise. Filme wie "Iron Sky" sind längst salonfähig geworden und der klassische Nazi-Zombie ist aus dem Horror-Trash-Genre quasi nicht mehr wegzudenken. Doch schon nach den ersten Seiten bleibt mir abrupt mein Popcorn im Halse stecken und schnell realisiere ich, dass ich es hier mit einem ganz anderen Kaliber zu tun habe. Die Kriegsthematik wird hier höchst ernst und drastisch aufgearbeitet. Eine Glorifizierung des dritten Reichs findet nicht statt. Die Nazis werden als genau das dargestellt, was sie waren / sind. Menschenverachtende Monster. Die epische Geschichte wird (Avatar üblich) in blutigstes Rot getränkt. Was bleibt, ist die Faszination des Abstoßenden. Kann man derartiges ethisch vertretbar rüber bringen? Eine Frage, die Autor Kieron Gillen offenbar heftig beschäftigte. So gibt es vor den einzelnen Kapiteln / Heften doch immer wieder einige erklärende Worte seinerseits. Die Vorstellung, jemand könne gar Spaß an dem Gelesenen empfinden, bereitet auch ihm sichtbares Unbehagen. Da ich nun aber eingetaucht bin in die epische Geschichte, lässt sie mich nicht mehr aus ihren perfiden Krallen. Also werde ich auch Band 2 (erscheint noch dieses Jahr) mit deutlichem Unbehagen sichten. Abschließen möchte ich mit den Worten des Autors: "Ich wollte einen Comic schreiben über Menschen und ihr Verhältnis zur Macht. Ich hoffe, er fasziniert und fesselt Sie. Ich hoffe, Sie finden keinen Gefallen daran." (commaaaander)

180 Seiten, Softcover // 19,99 € // Panini // paninicomics.de

21.09.2016

DIE BRAUNEN RAKETEN / SCHELM - Split [Review]

Was die Skurrilität der Bandnamen angeht, passen diese beiden Schweizer Kapellen, die sich mit jeweils drei Songs den Platz auf dieser 10" teilen, ja schon mal zusammen wie Arsch auf Eimer. Den Anfang machen DIE BRAUNEN RAKETEN auf der A-Seite, die grob an alte Schlachtrufe-Sampler erinnern, dabei jedoch eine ganze Ecke moderner klingen und ein paar echt eingängige Melodien zu bieten haben. Kann man machen. SCHELM auf der B-Seite kann man auch machen. Deren Mucke ist jedoch wesentlich melancholischer als der Mitgröhlpunk ihrer Kollegen und lässt sich eher in der Indie-, bzw. Emopunk-Ecke verorten. Alles in allem eine schöne Split-Veröffentlichung zweier Bands, die man ruhigen Gewissens mal antesten kann. (elfo)

10" // facebook.com/diebraunenraketen, schelmmusik.ch

17.09.2016

Hulk: Der total geniale Hulk [Review]

Was für ein mieses Timing. Heute ist internationaler Batman-Tag und ich komme hier mit dem neuen Hulk um die Ecke. Und wenn ich vom neuen Hulk rede, meine ich auch nicht einfach bloß eine neue Serie, sondern tatsächlich einen neuen Hulk. Das Haus der Ideen übertreibt es in letzter Zeit ja ganz gerne mal mit Veränderungen und so präsentiert uns das brandneue Universum nun also auch noch einen neuen grünen Riesen. Dieser ist ein alter Kumpel von Bruce Banner, der Amadeus Cho heißt und, wie es der Name schon erahnen lässt, Asiate ist, was für einige vermutlich schon wieder Grund genug sein dürfte, sich in endlose, sowie nervige Diskussionen über vermeintlich aufgesetzte Political Correctness zu verzetteln. Die muslimische Ms. Marvel und die weibliche Thor lassen grüßen. Ich persönlich beurteile Menschen jedoch lieber nach ihrem Charakter und was das angeht, macht es Amadeus einem hier ehrlich gesagt nicht gerade einfach, sich auf Anhieb an ihn als neuen Hulk zu gewöhnen. War man von seinem Vorgänger echt tragische Geschichten gewohnt, so muss man sich hier plötzlich mit einem Prahlhans auseinandersetzen, der dafür, dass er eigentlich zu den zehn intelligentesten Menschen der Erde zählt, extrem unreif auftritt und diese ganze Gamma-Nummer zu sehr auf die leichte Schulter nimmt. Einen "total genialen" Start in die neue Reihe bietet diese Geschichte, in der Amadeus es mit einer intergalaktischen Monsterjägerin zu tun bekommt, die wie eine Bodybuilder-Version von Harley Quinn aussieht, also leider nicht. Da ist auf jeden Fall noch viel Luft nach oben, aber was nicht ist, kann ja noch werden und allein schon, um zu erfahren, was denn nun genau mit Bruce Banner passiert ist, werde ich hier auf jeden Fall noch weiter am Ball bleiben. (elfo)

100 Seiten, Softcover // 12,99 € // Panini // paninicomics.de

15.09.2016

The Shaolin Cowboy: Shemp Buffet [Review]

So, nach der brutalen Neuauflage vom Spidey-Epos "Maximum Carnage", sowie dem Debüt-Tape der gefährlichsten Streetgang Hamburgs, die dort unter dem Namen BRUTALE GRUPPE 5000 ihr Unwesen treibt, geht es hier auf dem Blog direkt wieder brutal weiter. Und ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus und sage, dass die genannten Comics und Tonträger im Vergleich zu dem, was die werten Kollegen von Cross Cult mit dem "Shaolin Cowboy" auf die Menschheit loslassen, Kindergeburtstag sind. Aber sowas von! Dieses edel aufgemachte Buch im Überformat liegt jetzt schon seit mehreren Wochen auf meinem Review-Stapel. Immer wieder hatte ich es in der Hand und immer wieder legte ich es nach dem Lesen wieder ungläubig zur Seite, da mir schlichtweg die Worte fehlten. Wobei es außer einer absurden, zweiseitigen Einleitung, deren Schriftgröße mit viel Wohlwollen noch als etwa halb so groß wie das durchgeht, worüber sich die Ox-Leser jahrelang beklagten, tatsächlich so gut wie gar keinen Text gibt. Stattdessen darf man hier dem Titelhelden unfassbare 144 Seiten lang dabei zusehen, wie er sich im Alleingang mit zwei Kettensägen, sowie beachtlichen Kampfkunst-Skills durch schier endlos erscheinende Zombie-Horden metzelt. Arme, Beine, Köpfe, diesdas - alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird hier zersägt, abgeschlagen oder zertrümmert. Es fliegen Körperteile und Gedärme durch die Gegend, das Blut spritzt in Strömen und das - man kann es im Grunde gar nicht oft genug betonen - sagenhafte 144 Seiten lang in so gut wie jedem Panel. Das ist alles. Kein Witz! Einer der mit Abstand abgefahrensten Comics, die ich je in den Händen hatte und echt ein wahres Kunstwerk. Für alle Splatter- und Zombie-Fans ein absolutes Must-have! Und da das Teil auf 999 Exemplare limitiert ist, solltet ihr euch besser ranhalten, bevor ihr euch irgendwann ärgert. Pflichtkauf! Echt jetzt! (elfo)

144 Seiten, Hardcover // 25 € // Cross Cult // cross-cult.de

FRAU MANSMANN - 4,8 ‰ [Video]

bfr-records.de