One-Punch Man: Band 1 [Review]

Während die Zitronenhund-Gang bekanntlich schon seit längerem über aktuelle Releases auf dem deutschen Comicmarkt berichtet, spielte der Manga-Bereich hingegen bislang noch gar keine Rolle auf unserer Seite. Dieser Umstand soll sich nun ändern und der Grund dafür, einmal mehr Neuland zu betreten, war der Hype, den der One-Punch Man in der Szene losgetreten hat.

Mir liegt hier nun also der erste Band vor und um direkt mal mit der Tür ins Haus zu fallen: Ja, dieser Hype hat ohne wenn und aber seine Daseinsberechtigung! Die ursprünglich als Webcomic erschienene Story, die der japanische Künstler "One" sich hier ausgedacht hat, ist einfach nur herrlich bekloppt und wirklich von vorne bis hinten mega-unterhaltsam. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der junge Saitama, der eines Tages beschließt, ein Hobby-Superheld zu werden und aus diesem Grund drei Jahre lang so hart trainiert, dass ihm zunächst alle Haare ausfallen und er schließlich zum stärksten Mann der Welt wird.

Und genau das wird ihm letztlich (zumindest aus seiner Sicht) zum Verhängnis. Egal, wie riesig, wie stark oder wie brutal seine Gegner auch sind, Saitama benötigt (wie es der Titel schon erahnen lässt) exakt einen Schlag und der Kampf ist vorbei. Seine Unbesiegbarkeit entwickelt sich zu einem totalen First World Problem, welches ihm sein Hobby komplett madig macht und es zu einem langweiligen Pflichtprogramm verkommen lässt.

Auf 200 Seiten prügelt der chronisch unterforderte Protagonist hier Riesen, Monster und Mutanten, die einen mehr als nur einmal an Filmperlen wie "Dainipponjin" oder den "Calamari-Wrester" denken lassen, zu Klump und lernt im Laufe der Story einen Cyborg kennen, der schließlich bei ihm in die Lehre geht. Das ist alles total absurd, aber eben auch echt total geil. Ich bin schwer begeistert und werde hier definitiv am Ball bleiben. (elfo)

Seitenzahl: 200
Format: Softcover
Preis: 6,95 €
Verlag: Kazé
Cover-Copyright: Kazé / Shueisha Inc. / One & Yusuke Murata
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